Geschichte
Hier finden Sie historische Fotos der Amateurfunkstationen DK0TO, DK6BD, DL8QP. Etwas zum Ortsverband Teuto und zum DARC. Zur Bildersammlung bitte auf die Fotos klicken
Hier einige Fotos aus der Anfangszeit zwischen 1964 bis ca. 1972. Damals kam SSB als Foniebetriebsart auf und wurde schon von vielen Amateuren betrieben. Zur Verbreitung dieser Betriebsart haben dabei Bausätze aus den USA beigetragen. Von der Fa. Heathkit, die auch eine Vertretung in Deutschland hatte, wurden die Bausätze angeboten. Die zu den Bausätzen gelieferten Baubeschreibungen sind legändär, es gab und gibt kaum bessere Baubeschreibungen. Der finanzielle Aufwand war zwar nicht gering, aber immer noch günstiger als ein fertiges Gerät. Der Dollar-Kurs betrug damals 1:4, also ein Dollar kostete vier DM. Den Durchbruch für SSB brachte wohl der Heathkit HW-12 der von vielen OM auf 80-m betrieben wurde. Später kamen dann die Transceiver der SB-100-Serie hinzu.
Fotos aus den Jahren bis ca. 1980. Die RTTY-Station wurde in dieser Zeit ausgebaut. Die einfache LO-15 ohne Lochstreifen wurde zum Mitschreiben genutzt und zum QSO-fahren diente eine etwas neuere Maschine, ebenfalls vom Typ LO-15, allerdings mit Lochstreifengeräten.
DJ6HP hatte inzwischen seinen neuen Konverter entwickelt. Da er dafür Platinen anbot, war es möglich das Gerät problemlos nachzubauen. Lediglich das "Drumherum" mußte noch selbst erstellt werden. Wichtig war dabei die Abstimmanzeige, die ich mit einer 3-cm-Kathodenstrahlröhre realiserte. Zur Ansteuerung der Ablenkplatten der Röhre war eine Vorverstärkerstufe erforderlich. Hierfür dient eine ECC83. Das Gerät funktioniert noch und steht im Shak. Es wurde in der letzten Zeit für AMTOR genutzt. Da diese Betriebsart aber inzwischen "aus der Mode" gekommen ist, wird der DJ6HP-001 nur noch sehr selten eingeschaltet. Interessantes zu historischen Fernschreibern finden Sie auf DF3OE's Seite im Teleprinter-Museum, siehe "Links zum Thema".
Hier einige Stations-Fotos aus den Jahren bis 1990. In diesen Jahren wurde vor allem die RTTY-Anlage modernisiert. Durch die Anschaffung des Dovetron-Konverters war ein modernes Gerät hinzugekommen das durch einen selbstgebauten DJ6HP-001 ergänzt wurde. Durch den zusätzlichen Konverter ist zusammen mit dem MPC-1000 Diversity-Betrieb möglich. Dazu wird der zweite Konverter vom SB-303 RX angesteuert. Er empfängt die "tiefen-Töne" und der Dovetron die "hohen-Töne". Durch den Fequenzversatz ist ein verbesserter Empfang bei Fading oder QRM möglich. Der MPC-1000 wir vom Drake TR-7 angesteuert, der inwischen den Heathkit SB-400 abgelöst hat. Die Endstufe SB-200 wird vom TR-7 angesteuert.
Stations-Fotos aus den Jahren bis einschl. 2000. Langsam hält der Computer Einzug ins Shak. Los ging es mit dem in Funkamateur-Kreisen weit verbreiteten Apple. Es war allerdings kein Originalgerät sondern ein Nachbau, der in einem sogenannten IBM-Gehäuse eingebaut war. Der IBM-PC war damals neu auf dem Markt und die ersten Geräte der Firma waren in derartige Gehäuse eingebaut. Sie hatten gegenüber den originalen Apples den Vorteil, dass die Disketten-Laufwerke in das Gehäuse eingebaut werden konnten. Das original Apple-Gehäuse konnte keine zusätzlichen Laufwerke aufnehmen. Erweiterungen waren nur durch Steckkarten möglich. das Gerät befindet sich noch in meinem Besitz und ist sogar noch betriebsbereit.
Im Jahr 1970, genau am 01. Juni gab Rupert Mohr, DL3NO erstmalig ein RTTY Informationsblatt heraus. Es war mit Hilfe eines "Umdruckers" kopiert, denn Xerox-Kopierer oder heutige Druckmöglichkeiten gab es noch nicht. Das Blatt entstand,da der DARC die Betriebsart Fernschreiben (RTTY), in seiner Clubzeitschrift, damals DL-QTC, nicht oder nur selten behandelte. Die digitalen Betriebsarten, ausgenommen CW, wurden von den Cluborganen jahrelang nicht beachtet. Dieses deutet auf mangelnde Weitsicht der Verantwortlichen hin, denn RTTY ist ein Vorläufer der heutigen Digitaliserung. OM die RTTY betrieben, waren damals schon auf der Höhe der Zeit.
Die zweite Nummer des Infoblatts firmiert schon als "RTTY - Informationsblatt der Fernschreib-Amateure im DARC" und erschien im Offsetdruck. Die aktuellen Informationen wurde schon damals von Wolfgang, DL8VX auf Kurzwelle ausgestrahlt. In der "RTTY" gab es Bauanleitungen für Konverter, Tricks und Kniffe und auch schon einige Kleinanzeigen.
Die Titelseite der Ausgabe 5/70 zeigt eine kleine aber wichtige Änderung: es heisst nun "RTTY - Informationsblatt der Deutschen Amateur Fernschreib Gruppe e.V." Die Gründung der DAFG fand, wie im Heft beschrieben wird, am 10. und 11. Oktober 1970 beim "Ham Radio Border Meeting" in Kempen statt. Der Vorstand bestand aus Uli, DJ9XB, Rupert, DL3NO und Wolfgang, DL8VX.
In einer Sonderausgabe B/71 beschrieb Hajo, DJ6HP seinen damals völlig neuartigen Konverter mit aktiven NF-Filtern, den legendären DJ6HP-001. Veröffentlicht wurde neben der ausführlichen Beschreibung auch die Platine, so dass ein Nachbau problemlos möglich wurde.
Im Laufe der Zeit erschienen auch Veröffentlichungen zu SSTV - Slow Scan Fernsehen. Ein Referent für die Bildübertragung beteute die Seiten.
Bis zur Ausgabe 2/73 erschienen die Informationen im DIN A4 Format und hatten eine etwas grobe Druckquallität. Das änderte sich mit der Nummer 3/73, nun wurde im DIN A5 Format gedruckt, das Heft wurde handlicher und war besser zu lesen. Natürlich erlebte der Verein, wie jeder Andere auch Höhen und Tiefen. Letztendlich wurde er aber vom Fortschritt der Technik eingeholt. Blättert man heute die RTTY-Hefte durch, so muss man vor den "Machern" den Hut ziehen. Was hier in fast 19 Jahren an freiwilliger, ehrenamtlicher Arbeit geleistet wurde, ist beachtlich. Ich darf mich glücklich schätzen, einige Jahre daran mitgewirkt zu haben. Die wichtigsten Stationen der Heftgestaltung finden Sie hier in einer PDF-Datei . Besonders sollten sie die letzen beiden Seiten beachten. Das letzte Wort von DL8Vx gibt einige Einblicke in das vergangene Vereinsleben. Einige Fotos von Versammlungen der DAFG können sie mit einem Klick auf das Foto oben links ansehen.
