Modifikationen am DRAKE TR-7
Einbau eines Vorverstärkers
Wie vielen Benutzern des DRAKE TR-7 Transceivers bekannt ist, hat der RX auf den höheren Bändern nicht die beste Empfindlichkeit. Der Fa. DRAKE ist diese Tatsache damals wohl auch aufgefallen und daher hat sie den zur "Line" gehörenden RX, den R-7, mit einem zuschaltbaren Vorverstärker ausgerüstet.
Beim TR-7 lässt sich ein Vorverstärker relativ leicht nachrüsten. Man kann den Verstärker selber bauen, oder als Baustein fertig aufgebaut und getestet erwerben. Ich habe mich für die zweite Lösung entschieden und einen Vorverstärker von Willi, DF4NW, eingebaut.
Der Einbau war nach anfänglichem Suchen nach den richtigen Anschußpunkten problemlos durchzuführen. Ein Blick auf Willis Internet-Seite war hilfreich. Link siehe rechte Spalte. Man montiert die Platine in das Fach über dem Lautsprecher an die Seitenwand. Dazu muß ein 3 mm Loch gebohrt werden.
Vorsicht mit Bohrspänen und dem Koax-Kabel das unter der Platine zu liegen kommt. Bei meinem TR-7 war die Abschirmung nicht isoliert.
Zum Vorverstärker-Baustein wir eine RGB-LED mitgeliefert, die den jeweiligen Verstärkungsgrad durch einen Farbwechsel anzeigt: 0...6...12 dB. Ich habe diese LED in die Fassung der "Fixed-Lampe" eingebaut.
Dazu demontiert man den "Up/Down/Store-Schalter" und eines der schwarzen Seitenprofile. Anschliessend zieht man die Plexiplatte und den bedruckten Alu-Streifen seitlich heraus. Die Lampenöffnung der Fixed-Anzeige , links oben, ist von der Rückseite mit einer roten Folie abgedeckt, die mit einem spitzen Messer von vorn herausgeschnitten werden kann. Anschliessend Schalter und Abdeckungen wieder anbringen, vorher eines der Klebeschilder welches von Willi mitgeliefert wird über die "Fixed-Beschriftung" kleben. Die LED wird nun , an Stelle der Fixed-Lampe in die Halterung eingesetzt. Die vorhandene Lampe nicht abschneiden, es könnte einen Kurzschluss geben. Am besten zwischen den Kabelbaum stecken.
Die LED ist im Durchmesser etwas zu groß und rutscht daher leicht aus der Fassung wenn man die Öffnung nicht ein wenig vergrößert. Dieses geht mit einem scharfen Messer, oder man feilt die LED vorsichtig passend. Dann wäre noch der Druckschalter zum Umschalten der Verstäkungsstufen anzubringen. Ich habe diesen auf der rechten Seite der Frontplatte angebracht, siehe Foto. Ein handelsüblicher Mini-Taster ist ausreichend. Das Bohren muß auch hier mit Staubsauger oder ähnlichem geschehen damit nichts in die Schaltung fällt.
Die 13,5 Volt Versorgungsspannung lässt sich am einfachsten auf der Unterseite des Gerätes, von der Hauptplatine abnehmen.
Die Skalenbeleuchtung
Die für die Skalen- und S-Meterbeleuchtung eingesetzten Lampen sind hier in DL nur schwer zu beschaffen. Es handelt sich um Typen die mit ca. 14 Volt betrieben werden. Hier gibt es aber im Handel nur 12 Volt-Typen mit Bajonett-Sockel die leicht zu beschaffen sind. Ich habe daher, nachdem der 1. Satz durchgebrannt war, 12 V-Lampen mit einem Vorwiederstand eingebaut.
Heute sind aber LEDs angesagt, die wesentlich länger halten als Glühlampen. S-Meter und Skala lassen sich mühelos mit zwei LEDs, Farbe weiß, beleuchten. Sie sind eigentlich schon zu hell. Das kann aber durch Wahl des geeigneten Vorwiederstandes zum Teil ausgeglichen werden. Eine besondere Halterung ist nicht erforderlich, man kann die LEDs einschl. des Vorwiederstandes an der vorhandenen Lampenfassung anlöten.

Der AUX-Schalter
Mit diesem Schalter können die auf der AUX-Karte programmierten Frequenzbereiche umgeschaltet werden. Nach einer gewissen Zeit, vor Allem wenn man das Gerät mal längere Zeit nicht in Betrieb hatte, vergisst man die Programmierten Breiche.
Es liegt daher nahe die Schalterstellungen zu beschriften. Das ist aber nicht ganz einfach. Die Beschriftung sollte wieder zu entfernen und vielleicht auch mal zu ändern sein.
Dabei hilft ein Klebeschild welches man sich leicht anfertigen kann. Ich habe eine Vorlage vorbereitet, die für die meisten Fälle passt. Die meisten Benutzer werden sicher den Langwellenbereich 0 bis 1500 KHz und die WARC-Amateurfunkbänder programmieren. Die Schablone ist dementsprechend beschriftet.
Die Vorlage finden Sie unten als jpg-Bild. Das Bild als Grafik speichern und dann so ausdrucken, dass das schwarze Feld 4 mal 4 cm groß ist. Anschliessend die Oberseite mit Klarsichtfolie bekleben und die Unterseite mit doppelseitigem Klebeband. Dann das ganze am Rand ausschneiden. Dabei die beiden "Dellen" beachten, die erforderlich sind um die Beschriftungen der Frontplatte nicht abzudecken. Anschliessend den AUX-Knopf abziehen, (geht etwas schwer, da keine Schraube vorhanden) und das Schild aufkleben.

Nachrüsten eines externen VFO
Schon lange war ich auf der Suche nach einem externen VFO für den TR-7. Ein original DRAKE-VFO war nicht zu beschaffen. Vielleicht ist das Gerät selten oder die Besitzer möchten es nicht gern verkaufen.
In der CQ-DL 05-2009 auf der Seite 324 beschreibt Volker Wraase, DL2RZ einen Universal-DDS-VFO der sich für viele ältere Geräte einsetzen lässt. Diese Beschreibung erregte sofort meine Aufmerksamkeit da das Gerät auf dem neusten Stand der Technik ist und man einen Bausatz erwerben kann. Es bot sich also an, mal wieder den Lötkolben zu schwingen.
Etwas abgeschreckt hat mich allerdings die Tatsache, dass einge SMD-Bauteile eingesetz werden. Ich habe aber trotzden nach Besuch der angegebenen WEB-Seite einen Bausatz bestellt. Auch ein passendes Verbindungskabel kann geliefert werden, wodurch die Suche nach dem etwas exotischen VFO-Stecker am TR-7 entfällt.
Der Bausatz kam dann recht schnell per Post und ist mit einer Bauanleitung auf CD und einigen Seiten Beschreibung in gedruckter Form gut dokumentiert. Das Projekt wurde dann sofort in Angriff genommen und ging gut von der Hand. Selbst der Einbau der wenigen SMD-Bauteile gelang mit einem Weller-Kolben mit feiner Spitze ohne Probleme. Der DDS-Chip war schon vom Hersteller eingelötet so dass nur die Widerstände und Kondensatoren zu verbauen waren. Alle sonstigen Teile sind konventioneller Art und deshalb leicht zu bestücken. Das Display ist vormontiert und muss nur noch eingestöpselt werden.
Und dann kam der große Moment - die Schaltung wurde "angesaftet". Man glaubt es kaum - es funktionierte auf Anhieb. Mit Hilfe des mitgelieferten Programms war der VFO leicht auf die TR-7 Bedürfnisse zu programmieren. Hier half besonders das schon auf der CD enthaltene TR-7-File.
Nach vier Monaten Erfahrung kann ich nur sagen: "Sehr empehlenswert". Für Alle, die nach einem VFO für ihren betagten Transceiver suchen, ist es eine lohnende Investition. Der VFO ist frequenzstabil und durch die vielfältigen Programmiermöglichkeiten gut an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.